Gut durch die Krise kommen

Wir werden zwar von allen Seiten von Panik-Meldungen zugepflastert, aber wir bekommen kaum konstruktive Nachrichten darüber, was man selber tun kann.

Wie kann ich gerade jetzt das Immunsystem stärken?

Was schwächt mich, was stärkt? Was kann ich selber tun und was sollte ich vermeiden?

Heute also ein wenig Wissenschaft, ich versuche es eh einfach zu halten ;). ACE2 ist ein Enzym, an das sich Coronaviren im Körper (vor allem in der Lunge) binden – je höher das ACE2 ist, desto schwerer also der Verlauf einer eventuellen Erkrankung.

Vereinfacht gesagt: je mehr ACE2 im Körpergewebe vorhanden, desto mehr Andockstellen stehen für das Virus bereit.

Was erhöht den ACE2-Level im Körper?

  • Rauchen und Luftverschmutzung
  • ACE-Inhibitoren (z.B. blutdrucksenkende Mittel, bestimmte Diabetes-Medikamente)
  • Angst und Stress, weshalb wir uns mit der Panikmache treffsicher ins Knie schießen (hier z.B. eine Studie zu ACE2 und Stress)

Die Acerola-Kirsche ist eine Vitamin C Bombe! Foto: Ponciano, pixabay.com

Was können wir tun?

Hier ein interessantes Video, in dem der Arzt Dr Jenö Ebert erklärt, was der Einzelne so tun kann, um sein Immunsystem zu stärken (das Video ist als Ganzes recht sehenswert, aber ab Minute 13:50 geht es mit den To-Do’s los)

In aller Kürze sind seine Empfehlungen (die ich persönlich nur bekräftigen kann):

  • auf den Vitamin D Level achten (Dr. Ebert empfiehlt Vitamin D3 5000-8000 I.E. plus Vitamin K2 100 µg)
  • Vitamin C  (Dr. Ebert rät zu vorbeugend 1000-1500mg täglich) – mir persönlich ist natürliches Vitamin C am liebsten (z.B. Extrakte aus der Hagebutte, Sanddorn, Acerola…), er gibt sich aber auch mit herkömmlichen zufrieden ;). Im Krankheitsfall wird die Dosierung erhöht. In China wurden infizierte Patienten erfolgreich mit Vitamin C Infusionen behandelt (hier mehr dazu), sodass eine groß angelegte Studie bereits im Laufen ist, weil diese Therapie so erfolgsversprechend ist.
  • Hyperthermie – also Hitze und Wärme. D.h. Sauna, heiße Bäder usw., da das Virus bei hohen Temperaturen abstirbt (deshalb ist frühzeitiges Fiebersenken gar keine gute Idee)
  • Ängste reduzieren und zur Ruhe kommen: ob mit Spaziergängen, Gesprächen oder Meditationen bzw. Atemübungen. Im einem Facebook-Post habe ich die 4-7-8 Atmung vorgestellt zur der es sogar eine eigene App gibt. Wim Hof – der Meister der Atemübungen schlechthin – bietet auf seiner Seite und auch auf Facebook, Youtube & Co. ebenso kostenlose Anleitungen.

 

…und noch was:

  • vollwertige Ernährung: jetzt ist wirklich genug Zeit zu kochen 😉 und unser Darm-Mikrobiom ist entscheidend für das Funktionieren unseres Immunsystems. Denn schließlich hängt der Darminhalt davon ab, was wir essen. Fast-Food erhöht die Entzündungswerte im Körper, das können wir derzeit wirklich nicht gebrauchen. Und nein, Tiefkühlpizza schützt wirklich nicht vor Infektionen. Klopapier auch nicht. Ehrlich.
  • Ich würde noch etwas hinzufügen: Bewegung! Ja, ich weiß, das klingt langweilig, aber je mehr Bewegung wir haben (am besten in der Natur, solange man noch darf), desto besser werden wir mit allen möglichen Belastungen fertig. Und: Bewegung und Sport senken die Stresshormone, die derzeit bei vielen außer Rand und Band sind. Aufenthalte in der Natur fühlen sich nicht nur gut an, sie sind auch nachweislich ein wahrer Immunsystem-Boost (siehe z.B. diese Studie aus Japan oder gleich die Studiensammlung.)

 


Die Natur wirkt auf uns nicht nur beruhigend…sie hat tatsächlich gesundheitsfördernde Effekte.
 

Gut informiert ist halb gewonnen

Dr. Dietrich Klinghardt empfiehlt zusätzlich Propolis (es gibt auch eigene Propolis-Verdampfer), da diese Substanz bestätigte antivirale Eigenschaften hat und auch lokal das Immunsystem aktivieren kann. Auf Youtube sind auch Vorträge von ihm zur aktuellen Situation zu finden, alles mit Studien belegt.

Auch auf der Facebook-Seite von Dr. Ruediger Dahlke, dessen Seite ich sehr empfehlen kann, gibt es in dieser Zeit viele aktuelle Tipps – nicht nur seine Einschätzung der Situation, aber auch hilfreiche Hinweise, was man für sein Immunsystem tun kann. Auch sehr interessant sein Interview mit Jens Lehrich.

 

Mit Tipps von Oma gut durch die Krise

In diesen Zeiten musste ich öfters an meine Omas denken. Die haben wirklich harte Krisen erlebt, im Vergleich dazu ist es ja fast schon peinlich, womit wir uns schwer tun. Denn es muss ja absolut niemand hungern, das Leben ist nicht in Gefahr und über die existentiellen Sorgen die wir haben, würden unsere Vorfahren in schallendes Gelächter ausbrechen 😉 (meine zumindest, die hatten ja auch schon viel Sinn für Humor).
Aber es ist nicht schlecht auf erfahrene Krisenmanager zu hören: Vorräte für zwei Wochen zuhause zu haben und genug Bargeld in der Socke hatte meine Oma sowieso immer vorbereitet. Vielleicht vollkommen unnötig, aber was man hat, das hat man 😉 . “Banken und Regierungen kann man nicht trauen” – ich kann nichts dafür, das hat die Oma gesagt 😉 . Aber wenn man sich die Lage ansieht: das Finanzsystem kann nur zusammenbrechen.
Wie die Chinesen schon sagen: jede Krise ist auch eine Chance. Vielleicht können wir danach ein System aufbauen, das fair und nachhaltig ist, in dem wir alle in Würde leben können.