Allergien: Hilft Bioresonanz?

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Bioresonanz-Geräte zur Allergiebehandlung werden immer beliebter (kein Wunder, bei der steigenden Zahl von Allergien und der damit verbundenen Einschränkungen). Anbieter versprechen sogar eine Allergielöschung und viele Betroffene fühlen sich nach solchen Behandlung tatsächlich wohler. Was ist also dran an der Bioresonanz?

Was kann so ein Bioresonanz-Gerät?

Die Vorstellung ist wunderschön: Man schließt sich an ein Gerät an und prompt verschwinden die Symptome und alles ist wieder gut. So einfach läuft es leider meist doch nicht (auch wenn es oft so angeworben wird, von den weniger seriösen Anbietern am Markt).

Viele Menschen berichten, dass das Bioresonanz-Gerät genau ihre Schwachstellen aufgespürt hat. Und zwar nicht nur allgemeine Beschwerden, die beim Großteil der Bevölkerung vorkommen, wie “manchmal etwas mit der Verdauung“ oder “gelegentliche Rückenschmerzen“, sondern wirklich punktgenau beispielsweise Knötchen in der Schilddrüse, die auch tatsächlich schulmedizinisch diagnostiziert worden waren.

Es gibt aber auch Geräte, da unterscheidet sich das Ergebnis nicht wirklich von einem Zufallsgenerator. Wie so oft: Es hängt entscheidend von dem Gerät ab und auch vom Anwender, denn gerade die qualitativ hochwertigen Geräte machen nicht alles in Fließbandmanier automatisch, sondern lassen individuelle Einstellungen zu. Um die Qualität des jeweiligen Geräts zu überprüfen, könnte es also eine gute Idee sein, noch gar nicht zu viel von den Beschwerden zu erzählen, sondern einfach mal zu schauen, was das Gerät „sagt“ und ob es richtig liegt.

Das elektromagnetische Feld, das durch die Geräte erzeugt wird, scheint tatsächlich die Selbstheilungskräfte des Menschen anzuregen und das Energie-Level zu heben. Auch hier gilt aber, dass sich die einzelnen Geräte in Preis und Leistung erheblich unterscheiden können. Seriöse Bioresonanz-Therapeuten erklären den Erfolg aber nicht nur über das Gerät, sondern streichen sehr wohl hervor, dass der Patient ebenso etwas tun muss – beispielsweise durch eine Diät oder andere Empfehlungen des jeweiligen Therapeuten.

Bioresonanz als Allergietest?

Für die Recherchen zu meinem Buch habe ich die größten Anbieter im deutschsprachigen Raum um Informationen zu Untersuchungen gebeten, welche die Trefferquote der Bioresonanz bei der Allergietestung beleuchten. Da es sich ja um ein Gerät mit genau festgelegten Funktionen handelt, sollte theoretisch eine Vergleichsstudie relativ gut durchführbar sein (da der Faktor der fehlenden Ausbildung sowie des menschlichen Versagens durch Nervosität oder Übertragung wie bei der Austestung über Kinesiologie ausgeschlossen werden kann). Die Antworten der verschiedenen Anbieter waren durchgehend sehr konstant: Es gab keine.

Auch ein Bioresonanzgerät kann nicht zwischen einer Unverträglichkeit und einer Allergie unterscheiden, es kann aber (je nach Qualität des Geräts) anzeigen, welches Nahrungsmittel das Energielevel beeinträchtigt und welches es vielleicht sogar hebt.

Ich habe Bioresonanz-Geräte ausprobiert, die wirklich irgendwelche zufälligen Ergebnisse ausgespuckt haben (und wo mir dann versucht wurde, einzureden, ob es nicht doch so ist, wie vom Gerät behauptet). Aber es waren auch Geräte dabei, die mit erstaunlicher Präzision aufgezeigt haben, womit ich in der Woche zuvor übertrieben hatte und diese Lebensmittel als derzeit nicht verträglich eingestuft haben. Dabei handelte es sich keineswegs um übliche Laster wie Schokolade oder Chips. Nein, ich hatte bei meinen Eltern auf dem Land viele gerade eingemachte Salzgurken gegessen, quasi das Jahreskontigent an einem Samstag verspeist.

Natürlich, mir war das bewusst und ich hatte nach dem Gurken-Wochenende ohnehin keine besondere Lust, noch mehr von ihnen zu essen. Aber dass genau die Salzgurken vom Gerät erkannt wurden, war doch beachtlich, denn ich hatte mir für die Testung nur Kopfhörer aufgesetzt und gar nichts erzählt.

 

Allergielöschung – einfach so?

Viele Bioresonanz-Anbieter preisen eine “Allergielöschung” an. Da geht man interessanterweise von der schulmedizinischen Sichtweise aus, also dass allergische Reaktionen eine Fehlschaltung des Immunsystems sind (sind sie aber nicht, der Körper hat vollkommen Recht, mit Allergien zu reagieren). Hintergedanke dabei ist, dass man die Allergie-Prägung auf der Informationsebene löscht, wie der Arzt Peter Schumacher in seinem Buch “Biophysikalische Therapien der Allergien” schreibt. Schumacher ist jemand, der die Bioresonanz in unseren Breiten sehr populär gemacht hat, aber auch er weist darauf hin, dass der dauerhafte Erfolg der Bioresonanz-Behandlung sehr wohl vom Darmzustand und von der Einhaltung einer Nahrungsmittelkarenz bzw. entsprechenden Diät abhängt.

Was aber sicherlich stimmt: je höher unser Energie-Level und je stabiler unser Nervensystem, desto weniger muss der Körper mit allergischen Reaktionen aufwarten. Dass man eine Allergie aber “einfach so” löschen kann, sollte man aber nicht unbedingt versprechen. Ein solches Gerät kann zwar sehr hilfreich sein und unser Energie-Level heben, aber nicht den Weg für uns gehen.

Eine körperliche Reaktion kann in Wirklichkeit auf einer emotionalen Prägung beruhen: Wer beim Milchtrinken eine schreckliche Nachricht hört, verbindet nunmal Milch mit “Schock”. In diesem Fall sollte man sich ansehen, was die Person – bewusst oder unbewusst – mit der jeweiligen Substanz verbindet.

 

Allergien: Wenn der Körper keine Gründe mehr hat, mit einer Überreaktion aufzuwarten, wird er es sowieso nicht mehr tun.
künstliche Intelligenz

Toxinausleitung über Bioresonanz – lieber vorsichtig!

Nicht empfehlenswert ist in meinen Augen eine Toxinausleitung ausschließlich über Bioresonanz. Oft passiert es, dass Klienten berichten, sie hätten sowieso schon längst ausgeleitet, auch wenn noch immer Toxine bei Ihnen testen. Wenn ich dann nachfrage wie, kommt häufig als Antwort: “Na über Bioresonanz!”
Das Problem dabei: Bioresonanz-Geräte können tatsächlich Toxine aus dem Gewebe mobilisieren. Doch hätte sie der Körper entgiften können, hätte er es ja schon längst getan – wenn die dazu notwendigen Mineralstoffe und “Bindemittel” fehlen, wandern die Giftstoffe nur in unserem Körper herum, sie gehen quasi von A nach B, werden aber nicht ausgeschieden. Der Körper braucht jedenfalls bestimmte Substanzen, um überhaupt entgiften zu können. Ist der Glutathion-Spiegel im Körper zu niedrig, dann kann auch das beste Bioresonanz-Gerät die Toxine nicht aus dem Körper bewegen.

Toxine aus dem Gewebe zu mobilisieren ohne sie “aufzufangen” ist jedenfalls keine gute Idee. Denn das verschiebt sie höchstens in tiefere Schichten, aber das Problem ist da noch gar nicht beseitigt.

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